Wigalois-Comic

                                                                                                                                                                                                                                                                                         

In seinem Buch "Poetisches Tam Tam" schrieb Manfred Schwab eine Geschichte mit der Überschrift "Der Ritter Wirnt, die Amsel und ich". Er beschreibt hier seine erste Begegnung mit dem Ritter-Dichter. Er verspricht ihm, ein Theaterstück über ihn zu schreiben. - Das Theaterstück ist fertig und wurde im November 2011 in der Ritter Wirnt Realschule Gräfenberg uraufgeführt. 
Von dem COMIC-Album war damals noch keine Rede.
Wie kann ein 800 Jahre altes Epos von 11700 Versen, in mittelhochdeutsch geschrieben, das nur noch von Mediävisten, die sich wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigen, ganz verstanden werden kann, dem heutigen Leser schmackhaft gemacht werden? 

Otto Müller machte ihn auf Wolfgang Buhls Buch "Fränkische Klassiker" und darin auf den Beitrag des Erlanger Germanistik-Professors Bernd Naumann aufmerksam, der über den „Wigalois“ schrieb, das Werk sei einer größeren Öffentlichkeit heute allenfalls noch in Form eines Comics zugänglich zu machen.

Dieser Gedanke ließ Manfred Schwab nicht mehr los! Er sprach mit seinem Freund Peter Wiechmann, einem bekannten Comic-Macher, der in Barcelona das Zeichner-Studio COMICON aufgebaut hat. Wiechmann, mittlerweile Ruheständler, stellte die Kontakte zu seinem Nachfolger Christof Ruoss und dem Comic-Zeichner Isidre Monés her. 
Manfred Schwab spricht kein Spanisch und Isidre Monés kein Deutsch. Zur Verständigung wurde ein Übersetzer und Comic-Fachmann gebraucht, und dieser Vermittler zwischen den beiden Künstlern war Christof Ruoss, der Geschäftsführer von COMECON.

Wirnts Epos vom “Glücksritter Wigalois“ ist als farbiges Comic-Album erhältlich! Es kann bestellt werden:                                                            Als Hardcover für 18,50 unter der ISBN 978-3-9811274-9-2 und                                                                                                                             als Softcover   für   8,90 unter der ISBN 978-3-9811274-8-5



Die Lobby des Ritter Wirnt (26.Januar 2010)

Kulturverein in Gräfenberg gegründet. Vorsitzender: Dr. Willi Hardeck. Mittelalterliches 

Vers-Epos soll Comic-Album werden. Landkreis Forchheim als Herausgeber.

GRÄFENBERG. - “Die Gründungsversammlung begrüßt es, dass das Kulturreferat des Landkreises Forchheim die Trägerschaft für das Comicbuch-Projekt ‘Die phantastischen Abenteuer des Glücksritters Wigalois’ übernimmt”. So lautete der erste Beschluss des am Wochenende gegründeten “Kulturverein Wirnt von Gräfenberg”, der laut Satzung das geistig-kulturelle Erbe Gräfenbergs pflegen will, “insbesondere durch die Würdigung des größten literarischen Sohnes der Stadt und durch die Verbreitung seines Versepos “Wigalois” in zeitgemäßen Formen”.


Das Comic-Album, das bereits in der Festschrift zum Gräfenberger Bürgerfest 2009 mit ersten Probeseiten des spanischen Comic-Künstlers Isidre Monés vorgestellt wurde,  soll im Sommer, spätestens im Herbst nächsten Jahres erscheinen und im Rahmen einer Mundart-Theateraufführung über das Leben des Ritter-Dichters Wirnt der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Landkreis-Kulturreferent Toni Eckert hat dem Verein zugesagt, das Projekt unter seine Fittiche zu nehmen. Der Kulturverein will es als Ko-Herausgeber nach Kräften unterstützen und dafür um Sponsoren und Subskriptionen werben.


Darüber hinaus aber wollen die Vereinsmitglieder das kulturelle Leben des Wirnt-Städtchens durch Kulturveranstaltungen aller Art fördern und dabei Heimatverbundenheit mit interkultureller Aufgeschlossenheit und Toleranz verbinden. Die Pflege der Gräfenberger Mundart steht ebenso auf ihrem Programm wie die seit zwei Jahren erfolgreich praktizierte monatliche Bürger-Vorlesestunde im “Poeteneckela”. Konstituiert hat sich auch bereits eine Laientheater-Gruppe, die noch Mitspieler und Mitmacher aller Art sucht. Erich Ude, Ehrenmitglied des Staatstheater Nürnberg, hat seine beratende Unterstützung zugesagt. Langfristiges Ziel: Die Etablierung von multimedialen “Ritter-Wirnt-Festspielen” in regelmäßigem Turnus.


Zwei Dutzend Gräfenberger Kulturinteressierte haben sich bereits in die Mitgliederliste des neuen Vereins eingetragen, darunter der Bürgermeister, sein Stellvertreter Hans-Jürgen Nekolla, die 3. Bürgermeisterin Sylvia Hofmann und mehrere Stadträte. Zum 1. Vorsitzenden wählte die Gründungsversammlung Dr.Willi Hardeck aus Höfles, zum 2. Vorsitzenden Manfred Schwab aus Neusles. Die Kassenführung und die Organisation der Theatergruppe übernimmt Susi Fent. Als Kassenprüfer fungieren Heidi Schweidler und die städtische Kulturbeauftragte Renate Krause. Bürgermeister Werner Wolf begrüßte die Initiative, wünschte ihr Erfolg und versprach seine Unterstützung, zunächst mit einer 200-Euro-Spende als “Startkapital”.









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Willi Hardeck,
24.06.2012, 13:57
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