Wirnt Museum

Ritter-Wirnt-Museumsstübchen


Öffnungszeiten: 

Bei den Stadtführungen der Altstadtfreunde 

und nach telefonischer Vereinbarung



 

Die nächsten Führungen sind am:    
24. April, 29. Mai, 26. Juni, 3. Juli, 31. Juli, 28. August, 25. September, 
30. Oktober,
20. November, 11. Dezember

jeweils um 15:00 Uhr



Im Ritter-Wirnt-Städtchen Gräfenberg gibt es neben einem Brauerei-Museum und einem Turmuhren-Museum 

jetzt ein      Ritter-Wirnt-Museumsstübchen. 

Es ist dem großen Sohn der Stadt und seinem Versepos „Wigalois der Ritter mit dem Rade“ gewidmet und gibt  einen Überblick über die spannende Rezeptionsgeschichte dieses Artusromans aus dem 13. Jahrhundert. 

Am 24.November 2012 wurde es mit dem von den Altstadtfreunden erworbenen und restaurierten Gesteigertorhaus (auch Nürnberger Tor genannt) der Öffentlichkeit vorgestellt und ist künftig Bestandteil der Stadtführungen der Altstadtfreunde.


Ein Gang durchs Museumsstübchen

Zum Gräfenberger Gesteigertor geht man vom Bahnhof aus, wenn man in der Bahnhofstraße auf halber Höhe rechts in die steile, gepflasterte Gesteiger-Gasse abbiegt. Von oben ist die nördliche Eingangsseite über den Kirchplatz zu erreichen: Zwischen der alten Apotheke linker Hand und dem Bürgerhaus auf der rechten Seite führt der Gesteiger abwärts.

Das Torhaus betritt der Besucher von der Nordseite durch eine rote Tür. Im Erdgeschoss links hinter der Treppe blickt er durch eine Tür mit Glasfenster in den kleinen Museumsraum. An der gegenüber liegenden Wand sieht er ein dem Mittelalter nachempfundenes stilisiertes Schreibpult mit Tintenfass und Gänsekiel. Darauf liegt die Reproduktion einer zweiseitigen, um 1350 entstandenen Wigalois-Pergament-Handschrift. Das Original stammt aus der Schlossbibliothek von Aufseß und wird im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg aufbewahrt. An der

Wand darüber zeigen gerahmte Großdrucke den „Wigalois“ als rund 700jährige Bildergeschichte. Aus der linken Raum-Ecke grüßt der Artusheld in Lebensgröße, gerüstet mit Kettenhemd, Waffenrock, Topfhelm und dem golden blinkenden Radwappen, dem Glücksrad der Fortuna, oben drauf.

Wenn man den Raum betritt und sich nach rechts wendet, findet man in einer Glasvitrine mit ausgewählten Veröffentlichungen (u.a. von 1819, 1839 und 1848) die Rezeptionsgeschichte des „Wigalois“ dokumentiert. An der Wand darüber informiert eine von Gerhard Gundelfinger gestaltete Tafel, was er über die „Burgstall“ ( = Burgstelle), den Standort und das Schicksal der seit Jahrhunderten verschwundenen, einst von der Kalkach umspülten Stammburg des Gräfenberger Rittergeschlechts herausgefunden hat. Auch dessen Wappenschild (auf der Schwanzflosse stehende silberne Forelle auf schwarzem Grund, die später auch im Siegel der Nürnberger Patrizierfamilie Graf auftaucht) hängt an der Wand.

Auf der linken Raumseite wird in einer Vitrine die jiddisch-hebräische Widuwilt-Fassung präsentiert. An der Wand darüber sind Originalzeichnungen und ein Atelier-Foto des Comic-Zeichners Isidre Monés (Barcelona) zu sehen, der das Comicalbum geschaffen hat.

Konzept und Einrichtung der Ausstellung:

Manfred Schwab mit einer Arbeitsgruppe des Kulturvereins Wirnt von Gräfenberg und der Altstadtfreunde Gräfenberg (Herbert Hammerand, Dr. Willi Hardeck, Konrad Kunzmann, Otto Müller, Hans-Peter Reck, Heidrun Schweidler), die auch für Führungen zur Verfügung steht.


Adresse: Am Gesteiger 3, 91322 Gräfenberg

Kontakt:  Otto Müller (09192-338)

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Udo Rabe,
21.03.2013, 15:12
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